Schwarzweißaufnahme der Fotografin Natalia Schmalz in einem langen schwarzen Kleid, angelehnt an eine Betonwand im urbanen Außenbereich.

ÜBER MICH

Ich bin die Fotografin hinter Male Pixel – Männerfotografie.

Ich liebe es, Menschen zu fotografieren. Nicht nur wegen der Bilder, sondern wegen der Menschen selbst. Wegen ihrer Geschichten, Eigenheiten und all der Seiten, die man nicht unbedingt auf den ersten Blick sieht. Durch meinen Beruf begegne ich Persönlichkeiten, denen ich sonst vermutlich nie begegnet wäre. Und genau diese Begegnungen machen meine Arbeit für mich so besonders.

Was mich an Männerfotografie fasziniert.

Bei Männern hat mich irgendwann etwas anderes gepackt. Mich interessiert, wie unterschiedlich männliche Wirkung sein kann – und wie wenig es dafür eigentlich eine feste Vorstellung von „männlich“ braucht. Ein Mann kann sehr präsent wirken, ohne besonders dominant aufzutreten. Körperlichkeit kann stark sein, aber genauso Zurückhaltung. Ein ernster Blick kann funktionieren – und im nächsten Moment ist es vielleicht gerade das offene Lachen.

Ich mag diese Gegensätze. Das Markante und das Leise. Stärke, aber auch Verletzlichkeit. Einen Körper, der nicht perfekt sein muss, um interessant zu wirken. Männer, die auf den ersten Blick vielleicht ähnlich erscheinen und vor meiner Kamera trotzdem vollkommen unterschiedlich werden.

Diese Vielfalt möchte ich zeigen. Nicht meine Vorstellung davon, wie ein Mann aussehen sollte, sondern das, was ich in dem Mann vor mir sehe.

Daraus ist MALE PIXEL entstanden.

Ich sehe, was du nicht siehst.

Wenn ich fotografiere, schaue ich ständig hin. Nicht nur durch die Kamera. Ich sehe, wie du einen Raum betrittst, wie du dich hinstellst, wohin deine Hände ganz automatisch gehen oder wann sich deine Haltung verändert. Ich merke, wenn ein Blick stark wirkt – aber auch, wenn du gerade versuchst, etwas darzustellen, das eigentlich gar nicht zu dir passt.

Oft sind es Kleinigkeiten. Ein anderer Winkel. Die Schultern ein Stück anders. Der Kopf minimal gedreht. Eine Bewegung, die ich noch einmal sehen möchte. Manchmal sage ich ziemlich genau, was du tun sollst. Manchmal lasse ich dich einfach machen und greife nur dort ein, wo ich etwas sehe, das du selbst gerade nicht sehen kannst.

Du musst vor meiner Kamera also nicht wissen, was gut aussieht. Das herauszufinden, ist mein Teil des Shootings.

Schwarzweiß-Collage aus drei Aufnahmen der Fotografin Natalia Schmalz bei der Arbeit. Unterschiedliche Perspektiven zeigen sie mit ihrer Kamera beim Fotografieren im Studio und im Freien.

Backstage - Wenn Arbeit sichtbar wird

Zwischen Beobachten, Anleiten und Ausprobieren.

Normalerweise bin ich diejenige hinter der Kamera. Bei einigen Shootings dreht sich der Blick aber ein Stück weit um: Mein Kollege begleitet mich bei meiner Arbeit und hält fest, was sonst außerhalb meiner Bilder passiert.

Ich mag diese Aufnahmen besonders, weil sie nicht für die Kamera entstehen. Sie zeigen mich mittendrin – beim Beobachten, Erklären, Vormachen, Korrigieren, Ideen ausprobieren oder irgendwo in einer Position, die vermutlich nur aus meiner Perspektive Sinn ergibt.

Für mich sind diese Bilder inzwischen mehr als klassisches Behind the Scenes. Sie erzählen die Geschichte rund um ein Shooting. Nicht nur, welches Bild am Ende entstanden ist, sondern auch, wie wir dorthin gekommen sind.

Und für meine Kunden entsteht dabei etwas, womit ich anfangs selbst gar nicht gerechnet hatte: eine kleine Reportage ihres Shootings. Momente zwischen den eigentlichen Aufnahmen, die später genauso zur Erinnerung gehören wie die fertigen Bilder.

Ein Shooting bei MALE PIXEL hinterlässt damit manchmal zwei Geschichten: die vor meiner Kamera – und die drumherum.

Me as Model

Bilder und Geschichten aus meinen Modelshootings.

Vor der Kamera zu stehen begleitet mich schon fast so lange wie die Fotografie selbst. Nicht, weil ich unbedingt modeln wollte – es hat sich über die Jahre einfach ergeben.

Es ist ein kreativer Ausgleich und gleichzeitig eine völlig andere Erfahrung. Vor der Kamera gebe plötzlich nicht mehr ich die Anweisungen. Ich sehe nicht, was mein Gegenüber sieht. Ich muss mich führen lassen, Dinge ausprobieren und manchmal einfach glauben, dass eine Haltung, die sich gerade ziemlich seltsam anfühlt, auf dem Foto funktioniert.

Diese Perspektive nehme ich mit in meine eigene Arbeit. Ich weiß, wie es sich anfühlt, die Kontrolle ein Stück weit abzugeben, einer Anweisung zu folgen und das Ergebnis selbst erst später zu sehen.

Beide Seiten der Kamera zu kennen, hat meinen Blick auf Fotografie verändert.