Die richtige Location entscheidet
Orte ohne Zuschauer, ohne Druck
Ein abgelegener Baggersee, etwas außerhalb, ohne Spaziergänger, ohne Badegäste, ohne Zuschauer. Genau solche Locations sind mir für diese Art von Shootings besonders wichtig.
Gerade wenn es um Teilakt oder Akt geht, spielt die Umgebung eine große Rolle. Die meisten Menschen können sich nur dann wirklich fallen lassen, wenn sie wissen, dass niemand zuschaut. Ein Ort, an dem man nicht ständig damit rechnen muss, dass jemand um die Ecke kommt, verändert die Stimmung sofort. Es entsteht eine andere Ruhe, eine andere Konzentration, und genau das sieht man später auch in den Bildern.
Ich suche solche Locations ganz bewusst. Nicht, weil es spektakulär aussehen muss, sondern weil die Situation stimmen muss. Ein abgelegener See, ein ruhiges Waldstück oder ein Ort, an dem man für sich ist, gibt dem Shooting eine ganz andere Atmosphäre als ein Platz, an dem jederzeit jemand vorbeikommen kann. Für mich entscheidet die Location deshalb nicht nur über den Hintergrund, sondern vor allem darüber, wie sich das Shooting anfühlt.
Eine Session entsteht Schritt für Schritt
Viele stellen sich ein Shooting so vor, dass man ankommt und sofort loslegt. Gerade bei Akt- oder Teilaktshootings ist das aber selten der richtige Weg.
Für die meisten Models bedeutet dieser Schritt Überwindung, auch wenn sie schon Erfahrung haben. Deshalb geht es bei solchen Sessions nicht darum, sofort möglichst viel zu zeigen, sondern darum, sich langsam in die Situation hineinzufinden.
Am Anfang steht immer ein ganz normales Shooting. Man bewegt sich, probiert Posen, schaut, wie das Licht fällt, wie die Umgebung wirkt. Dabei entsteht nach und nach eine lockere Stimmung, und genau das ist wichtig. Wenn die Atmosphäre entspannt ist, kommen die nächsten Schritte von selbst. Es gibt kein „zieh dich jetzt aus“, sondern ein gemeinsames Herantasten an das, was sich in diesem Moment richtig anfühlt.
Ich achte während der ganzen Session sehr darauf, wie sich das Model fühlt. Körpersprache sagt oft mehr als Worte. Wenn jemand unsicher wird, gehe ich einen Schritt zurück. Wenn sich jemand wohlfühlt, kann man weitergehen. Dieses Gefühl für die Situation ist wichtiger als jede geplante Pose. Gute Bilder entstehen nicht dadurch, dass man etwas erzwingt, sondern dadurch, dass sich der Moment richtig anfühlt.
Vertrauen, Ruhe und eine angenehme Atmosphäre
Bei Shootings in diesem Bereich ist Vertrauen die wichtigste Grundlage. Ohne eine entspannte Atmosphäre funktioniert weder das Shooting noch das Ergebnis.
Deshalb ist es mir wichtig, dass sich niemand unter Druck gesetzt fühlt. Jeder entscheidet selbst, wie weit er gehen möchte, und dieses Tempo gebe nicht ich vor, sondern die Situation.
Gerade an einem ruhigen Ort wie diesem abgelegenen See entsteht fast automatisch eine andere Stimmung. Kein Lärm, keine Zuschauer, nur wir, die Kamera und die Umgebung. Dadurch wird das Arbeiten ruhiger, konzentrierter und persönlicher. Viele Models sagen mir nach solchen Shootings, dass sie sich genau deshalb so wohlgefühlt haben, weil alles ohne Hektik und ohne Erwartungsdruck abläuft.
Ich arbeite bei solchen Sessions sehr intuitiv. Ich beobachte viel, lasse Raum, gebe kleine Impulse, aber ich zwinge nichts. Oft entstehen genau dann die stärksten Bilder, wenn man nicht mehr darüber nachdenkt, ob etwas erlaubt ist oder nicht, sondern einfach im Moment ist.
Die richtige Location hilft dabei enorm. Sie schafft die Grundlage dafür, dass Vertrauen entstehen kann. Und genau dieses Vertrauen sieht man am Ende in den Bildern.
Wenn während der Session eine Pause nötig ist, nehmen wir sie uns ganz selbstverständlich. Gerade bei Shootings mit mehr Nähe oder weniger Kleidung ist es wichtig, dass sich niemand unter Druck fühlt, durchgehend funktionieren zu müssen. Manchmal reicht ein kurzer Moment zum Durchatmen, ein Gespräch zwischendurch oder einfach ein paar Minuten Abstand zur Kamera, damit die entspannte Atmosphäre erhalten bleibt. Genau dieses ruhige Tempo sorgt am Ende dafür, dass die Bilder natürlich wirken und nicht erzwungen.